Schluss mit Kirchturmdenken: Feuerwehr neu aufgestellt
Gemeindewehrführer Meinhard Reinecke stellte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Albertussaal in Hovestadt die Veränderungen innerhalb der Lippetaler Feuerwehr vor. Die neuen Regelungen, die bereits in den vergangenen Jahren angegangen und umgesetzt wurden, betreffen alle Einheiten und damit auch alle Wehrleute. Das frühere „Kirchturmdenken“, so Reinecke, gehöre endgültig der Vergangenheit an, was sich bei der Zusammenarbeit aller Einheiten schon deutlich zeige.
So wurden die bisher starren Zugehörigkeiten aufgelöst. Während früher die Löschgruppe Hovestadt dem Löschzug Herzfeld und die Löschgruppe Brockhausen dem Löschzug Oestinghausen direkt zugeordnet waren, werden sie nunmehr als selbstständige Einheiten innerhalb der Lippetaler Feuerwehr geführt.
Dies sei gerade in Zeiten wie heute, wo die Tagesverfügbarkeit nicht immer ausreichend gewährleistet werden kann, eine innovative Neuerung, die der Gemeinde und damit ihren Bürgern ein größtmögliches Maß an Sicherheit bietet. Zum normalen gemeindeweiten Feuerwehrdienst kommen zudem noch weitere Aufgaben, die sich aus Kooperationen mit den Nachbarwehren oder aber aus der kreisweiten Zusammenarbeit ergeben. Darunter fallen die Führung von Bereitstellungsräumen genauso wie Spezialaufgaben wie ABC-Gefahrenabwehr. Die Lippetaler Wehr, so Gemeindewehrführer Norbert Stuckmann, ist dafür gut aufgestellt, was auch Kreisbrandmeister Thomas Wienecke bestätigte.

In naher Zukunft werden nach dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan sieben Fahrzeuge neu angeschafft, damit die Wehr an allen Standorten gleich gut ausgerüstet ist. Zudem sind die Feuerwehrgerätehäuser arbeitsschutzmäßig überprüft worden, die daraus notwendigen baulichen Maßnahmen werden noch in diesem Jahr angegangen.
Auch ausbildungsmäßig steht die Lippetaler Feuerwehr gut da. Im vergangenen Jahr wurden von den Wehrleuten der fünf Einheiten wieder zahlreiche Lehrgänge und Seminare erfolgreich absolviert, darunter auch spezielle Ausbildungen für die kreisübergreifenden Beiträge der Wehr. Auch die Jugendfeuerwehr ist sehr aktiv, wie Gemeindejugendfeuerwehrwart Marius Papenbrock ausführte. An den drei Standorten werden zur Zeit 52 Kinder und Jugendliche ausgebildet und betreut, die Jugendfeuerwehr Herzfeld konnte im letzten Jahr sogar den Wettkampf beim kreisweiten Pfingstzeltlager zum dritten Mal gewinnen.
Kreisbrandmeister Wienecke führte zudem aus, dass viele Ausbildungen nunmehr im neuen Ausbildungszentrum in der ehemaligen Echtroper Kaserne abgehalten werden. Zudem dankte er den Lippetaler Wehrleuten, die in diesem Jahr mit dem Unwetterereignis „Friederike“ bereits den ersten Großeinsatz vorbildlich gemeistert haben. Bürgermeister Matthias Lürbke dankte den Wehrleuten für ihren selbstlosen Einsatz und versprach, dass die Gemeinde auch in Zukunft immer das optimal Mögliche für die Feuerwehr anstrebe.
Quelle: Soester Anzeiger